Gestaltung einer Psychomotorikstunde für Kinder

 

 

In meinen Psychomotorischen Spiel- und Bewegungsstunden ist es mir wichtig, dass die Kinder frei und selbstbestimmt spielen und sich selbst aktiv erfahren können.

 

Die Kinder haben die Möglichkeit mit klassischen Turn- und Kleingeräten sowie auch Alltagsmaterialien zu experimentieren und hantieren. Erlebnisse können spielerisch umgesetzt und verarbeitet werden.

 

Wichtig sind für mich, die Stärken und das Tun der Kinder ausführlich zu beachten und ihnen eine positive Rückmeldung in Form von Wertschätzung mitzuteilen.

 

Die Inhalte der Psychomotorik Stunde lassen sich in drei Erfahrungsbereiche unterteilen: Körper-Erfahrung, Material-Erfahrung und Sozial-Erfahrung.

 

 

 

 

 

 

 

Begrüßung

 

Nach dem Ankommen der Kinder in die Gruppenstunde beginnen wir – meist auf einer Matte sitzend - mit unserer Begrüßung bzw. einem Begrüßungsritual.

Hier können die Kinder ihre Wünsche zur heutigen Stunde äußern, Gruppen- sowie Spielregeln werden besprochen oder mittels Bildkarten veranschaulicht.

 

Extensive Phase

 

Nach der Begrüßung spielen wir meist ein Bewegungsspiel, bei dem jedes Kind in seinem Tempo in Bewegung kommt oder ein Material ausprobieren kann.

Nach dieser Phase treffen wir uns erneut auf unserer sogenannten “Treffpunkt-Matte“.

 

 

Intensive Phase

 

Die Kinder werden gefragt, wie sie sich heute bewegen möchten oder ich gebe anhand eines Themas eine Idee vor, die weiterhin mehrere Möglichkeiten zur eigenen Selbstbestimmung für das Kind offen lässt.

In dieser intensiven Phase steht neben der Materialerfahrung auch das individuelle Bewegungsgeschick und die Fähigkeit mit anderen umzugehen oder sich mit ihnen sozialverträglich auseinanderzusetzen im Vordergrund. Die Zeit dieser Phase nutze ich für die Beobachtung. Hierbei halte ich mich im Hintergrund, bleibe aber dennoch im Dialog mit den Kindern.

Als überaus wichtig erachte ich in dieser intensiven Zeit die Wertschätzung. Ich gehe von den Stärken der Kinder aus, schätze ihr Tun und sage ihnen, was sie können.

Vor den anderen Kindern werden Beobachtungen über Geschicke, Mut, Zutrauen und Hilfsbereitschaft jedes einzelnen mitgeteilt. Das stärkt das Selbstbewußtsein.

Die Wertschätzung erfolgt entweder während der intensiven Phase oder während des Abschiedsrituals.

 

Entspannungsphase

 

Nachdem gemeinsam aufgeräumt wird, lassen wir die Stunde mit einer Entspannungs Phase beenden. Diese kann bewegt aktiv oder ruhig passiv gestaltet werden. Hierfür wähle ich verschiedene Formen von Entspannungsspielen und- geschichten sowie kindgemäße Massagen.

 

 

 

Verabschiedung

 

Beim Ausklang der Stunde verabschieden wir uns, während jedes Kind nochmals die Möglichkeit bekommt, zu berichten, was es heute in dieser Stunde erlebt hat. Ebenfalls können die Kinder Wünsche für das nächste Treffen äußern. Diese Eigenreflektion bestätigt das Kind erneut in seinem Tun positiv.

 

 

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